"Zum Philosophieren sind die zwei ersten Erfordernisse diese: erstlich, dass man den Mut habe, keine Frage auf dem Herzen zu behalten, und zweitens, dass man alles Das, was sich von selbst versteht, sich zum deutlichen Bewusstsein bringe, um es als Problem aufzufassen. Endlich auch muss, um eigentlich zu philosophieren, der Geist wahrhaft müßig sein; er muss keine Zwecke verfolgen und also nicht vom Willen gelenkt werden, sondern sich ungeteilt der Belehrung hin geben, welche die anschauliche Welt und das eigene Bewusstsein ihm erteilt."
—Arthur Schopenhauer: Parerga und Paralipomena, Zweiter Band, Berlin 1862. (Über Philosophie und ihre Methode, §3)